Rezept: Bûche de Noel, Birne-Maronen Weihnachtskuchen

Bûche de Noel, Birne-Maronen Weihnachtskuchen

Weihnachtsfeier ohne Bûche gibt’s nicht, ganz einfach. Ursprünglich sollte es an ein Stück Holz erinnern (une bûche), das man am Weihnachtsabend im Kamin zum Glück brennen ließ.
Es handelt sich meistens um eine Biskuitrolle, gefüllt mit Maronen Buttercreme, oder Ganache (Schokolade), gedeckt mit Schokolade. Aber das Angebot hat sich so viel verbreitet, von den besten Konditoren bis Lidl, ob gebacken oder als Eis, das ist eine reine kreative Eskalation.
Die folgende Version hatte ich ausgewählt, da schon klassisch mit Maronen und Biskuitrolle, aber etwa fruchtiger, nicht (nur) die Kaloriebombe, und Gewürze die hier im Deutschland eng mit der Adventszeit verbunden sind.

Füllung

200g Maronencrem
350mL Schlagsahne
3 Birnen
Gewürzen nach Geschmack (ich empfehle 2 Schoten Kardamom, 1 Schotte Vanille, 3 Nelken, 1 Sternanis, 3 Kugeln Piment)
Zucker

Maronen

Zuerst wird die Sahne fest geschlagen. Es ist relativ einfach mit 2 Regeln: mindestens 30% Fett und Sahne, Schneebesen und Schüssel so kalt wie möglich, und es gelingt. Man muss nur rechtzeitig aufhören, bevor es körnig wird, also, bevor es zum Butter wird. Und ab in den Kühlschrank. 150mL werden wird gleich für die Füllung benutzen, 200mL für die Ganache (siehe Deko, ganz unten)

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Die gute Konsistenz

Für die Füllung eines Kuchens gebe ich Ein Glas 200g Maronencreme (französischer Feinkost oder auch bei Konsum/Frida zu finden, von der Marke Zuegg unter die Marmeladen). Es wird einfach mit 150mL von den 350mL Schlagsahne gemischt, wer in Frankreich schon mal ein Maronsui’s gegessen hat, weiß wohin es tendieren soll.
Erst mit ein 1/3 von der Sahne mit der Creme gut mischen (um die Masse zu verdünnen), dann den Rest geben und mit dem Gummischaber langsam mischen, um die luftige Struktur zu behalten.

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Birnen

Die Birnen, geschält, halbiert, in einer Topf mit den Gewürzen (die Vanilleschote öffnen und kratzen, der Rest ganz). Mit Wasser decken (Menge messen!). Dann Zucker geben, nach der Quote 200g Zucker pro Liter Wasser. Kochen, bis einer Messerspitze ohne Widerstand durch kommt (10-15min)

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Während des Kochens könnt ihr am Besten die Deko vorbereiten, vor allem die Ganache (siehe unten).

Birnen aus dem Sirup, abkühlen lassen, würfeln (5-10mm ungefähr)

Biskuit

3 Eier
80g Zucker
30g Kakao
75g Mehl
Backpulver (1/2 Packung)
3 EL Milch

Ofen auf 210°C vorheizen.

Die Eigelbe mit 55g Zucker schlagen bis es schön flüssig wird (wenn man das Schneebesen hochhebt, fällt es wie in einem Band).

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Milch geben und mischen.

Mehl, Backpulver und Kakao zusammensieben und mischen.
Gesiebte Mehl, Backpulver und Kakao zu den Eiergelben geben, gut mischen.

Die Eiweiße mit einer Prise Salz schlagen, die restlichen 35g Zucker geben, dann zu festem Schnee.

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Die beide Masse aufmerksam mischen, mittels einem Teigschaber, um die luftige Struktur zu behalten: erstmal 1/4 weisse Masse gut mit den Gelben mischen, dann ist es für die 3/4 viel einfacher.

Auf einem Blech mit Backpapier verteilen (reicht für ~30cm*40cm), dann 7min im Ofen 210°C.

Aus dem Ofen, mit einem feuchtem Tuch decken, Blech weg und kurz abkühlen lassen.

Nach ein paar Minuten kann das Backpapier weg. Die längere Rände abschneiden, die kurzere auch wenn sie trocken sind).

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Mit der Füllung streichen (der Biskuit, nicht das Backpapier), die Würfeln Birne verteilen (ich empfehle: mehr auf einer Seite, was die Mitte wird, und nichts auf dem letzten Zentimeter)

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Rollen (im Tuch, noch), und mit dem Blech drücken.

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Im Kühlschrank stellen.

Deko

Der Kuchen wird mit einer weißen Schokolade Ganache gedeckt.

200g Weisse Schokolade, grob gehackt
200mL Schlagsahne

Schokolade grob hacken.

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200mL Sahne kochen, auf der Schokolade gießen und schmelzen lassen. Dann mit einem Spachtel rühren, irgendwann wird es in der Mitte glänzend, weil emulsioniert. Also wie Majo. Wenn alles schön glänzend ist, im Kühlschrank stellen.

Wenn die Ganache sehr kalt ist, schlagen, mit den 200mL Schlagsahne mischen (Der Rest von oben, siehe Füllung) und der Kuchen glasieren. Wie ihr wollt. Ich finde schöner mit einem Winkelspachtel, traditionell macht man Streifen so wie eine Baumrinde, aber man kann mit einem Spritzbeutel noch kreativer sein.

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